Etappen des Harzer Hexenstieges

In 5 Etappen von Osterode am Harz nach Thale

Hexenstieg-Etappe 1: Auf dem Weg der Eseltreiber

von Osterode am Harz bis nach Buntenbock

Auf uralten Eselspfaden führt die erste Etappe von Osterode nach Buntenbock. Osterode am Harz war einst wichtiger Handelsort, von wo aus Eselskarawanen in den Oberharz zogen, um die Menschen dort mit Getreide zu versorgen. Vom Startpunkt am Parkplatz „Bleichestelle“ führt der Harzer-Hexen-Stieg auf den alten Handelspfaden sacht aber stetig hinauf in den Oberharz. Im dichten, duftenden Fichtenwald geht es vorbei an idyllischen Rastplätzen und Aussichtspunkten, ehe sich die Clausthaler Hochfläche mit weiten Wiesen und historischen Bergbauteichen vor dem Wanderer auftut. Das Etappenziel ist dann nach 11,6 km erreicht.

Hexenstieg-Etappe 2: Oberharzer Wasserwirtschaft

Buntenbock – Clausthal-Zellerfeld – Altenau – Torfhaus

Die Oberharzer Bergbaugeschichte wird auf der 2. Etappe lebendig. Das Wasser wurde einst für den Bergbau in Teichen gespeichert und über Gräben zu den Gruben geleitet. Hier wurde die Wasserkraft genutzt, um Wasserräder anzutreiben, die sowohl das Erz aus den Gruben beförderten als auch über Pumpen diese entwässerten. Dieses vorindustrielle Energieversorgungssystem ist weltweit einzigartig. Die Oberharzer Wasserwirtschaft gehört seit 2010 zum Weltkulturerbe der UNESCO, wie auch schon das Bergwerk Rammelsberg und die Altstadt Goslar. Auf der 21,4 km langen Etappe werden Felsbrocken und Baumwurzeln überwunden und es geht auf Bohlen durch sumpfige Stellen sowie über torfige Bäche.

Hexenstieg-Etappe 3: Nationalpark Harz

Torfhaus – Brocken – Schierke – Drei Annen Hohne

Die sagenumwobene Bergwildnis bestimmt die 3. Etappe. Dabei geht es hoch hinaus, denn der höchste Gipfel des Harzes, der Brocken (1.141 m) wird erklommen. Der Wald wandelt sich, Hochmoorflächen werden sichtbar, umgestürzte Bäume dürfen in den Wäldern des Nationalparks zerfallen. Hier kann die Natur wieder Natur sein. Auf dem kahlen Brockengipfel, auf dem ein raues Klima herrscht, sind der Brockengarten oder auch das Brockenhaus mit Ausstellung zum Nationalpark und zur deutsch-deutschen Teilung einen Besuch wert. Spätestens beim Abstieg in Richtung Drei-Annen-Hohne wird eine Begegnung mit der historischen dampfbetriebenen Brockenbahn zu einem Erlebnis.

Alternative zur Brockenwanderung: Die Brockenumgehung

Torfhaus – St. Andreasberg – Braunlage – Königshütte

Wer den Brocken schon kennt oder einfach eine weniger frequentierte Alternative sucht, der ist auf der Brockenumgehung richtig. Von Torfhaus führt dieser Abschnitt über Sankt Andreasberg und Braunlage bis kurz vor Königshütte, wo der Weg auf die Hauptroute trifft. Mit 38 km Länge ist dieser Weg als Tagesetappe recht strapaziös, jedoch finden Wanderer in Stankt Andreasberg und Braunlage ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, um diesen Abschnitt in zwei Tagen zu erwandern.

Hexenstieg-Etappe 4: Nördlich oder südlich der Rappbodetalsperre

Drei Annen Hohne – Altenbrak

Von Drei-Annen-Hohne aus startet die vierte Etappe, auf der ab Königshütte die Wanderer zwischen zwei Streckenverläufen wählen können. Die größte Talsperre des Harzes, die Rappbodetalsperre, kann ab hier nördlich oder südlich umrundet werden. Streckenlänge und Schwierigkeitsgrad sind in etwa gleich. Nördlich führt die Tour über den Höhlenort Rübeland, dessen Tropfsteinhöhlen sehenswerte Abstecher in die mystische Untertagewelt des Harzes bieten. Die Südroute führt auf ehemaligen Wegen der Kaiser und Könige nach Hasselfelde, wo das traditionelle Köhlerhandwerk heute noch gelebt wird. Kurz vor Altenbrak im Bodetal treffen beide Routen wieder auf einander.

Hexenstieg-Etappe 5: Durch das Bodetal

Altenbrak – Thale

Der letzte Abschnitt zwischen Altenbrak und Thale bietet Wanderern noch einen landschaftlichen Höhepunkt. Vor allem der letzte Teil des 13,5 km langen Weges führt durch den mystischen Teil des Bodetals, dem oft auch als „Grand Canyon des Harzes“ bezeichneten schroffsten Felsental nördlich der Alpen. Der Mythenort Thale ist Endpunkt der Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg. Hexen und Fabelwesen begegnet man hier auf Schritt und Tritt und kann sich verzaubern lassen – wenn dies nicht ohnehin schon der Fall ist nach einer Wanderung durch die magische Gebirgswelt. Der Harzer Tourismusverband wünscht viel Freude beim Wandern auf dem Harzer-Hexen-Stieg.

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